Festkonzert des kath. Kirchenchores an St.Cyriak -125 Jahre zum Lob Gottes …

Festkonzert des kath. Kirchenchores an St.Cyriak

(pk) „Lobgesang“ – unter diesem Titel veranstaltete der Kirchenchor an St. Cyriak Dielheim in der Pfarrkirche sein Festkonzert zum 125-jährigen Jubiläum. Es war der musikalische Höhepunkt des Jubiläumsjahres, mit dem sich der Chor selbst, aber auch die zahlreichen Besucher im Dielheimer Gotteshaus beschenkte.
Mit großen musikalischen Werken namhafter Meister verstanden es die Sängerinnen und Sänger, zusammen mit dem 33-köpfigen Symphonie-Orchester, unter der Leitung von Johannes Kohlmann, das Lob Gottes aus vielen musikalischen Blickrichtungen zu verkünden. Schon beim Eröffnungsstück von Cesar Franck wurde mit dem „150. Psalm“ aufgerufen, Gottes Werke mit verschiedenen Instrumenten zu loben. Das „Te deum laudamus“ von Wolfgang Amadeus Mozart, auch als „ambrosianischer Lobgesang“ bekannt, ist seit langem ein wichtiger Teil der Katholischen Liturgie. Auch am Sonntagnachmittag hatte man das Gefühl, in diese Musik hineingezogen zu werden.

Die mitreissende Musik fand ihre Fortsetzung auch bei Joseph Haydn’s „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ mit einem nicht enden wollenden Lob- und Jubelgesang. Auch Solostimmen waren in diesem Werk zu hören. Erwähnenswert dabei die drei choreigenen Gesangsolisten Marion Laier, Petra Rostock und Stephan Schork, die zusammen mit Manuel Knoll an anderer Stelle sich nahtlos in das Leistungsgefüge des Chores und der Symphoniker einreihten. Der kurze 117. Psalm (Laudate dominum) von Knut Nystedt, war im Gegensatz zu W. A. Mozarts berühmter Fassung eher etwas ruhiger und versöhnlich, als Ausdruck einer Friedensbotschaft. Mendelsohns Lobgesang als Zentrum des Konzertes bildete den Abschluss des ersten Konzertteils. „Alles was Odem hat lobe den Herrn“ – jede Chorstimme und jedes Instrument tat dieses bei der zweiteiligen Symphonie Kantate auf seine Weise. Mit dem Festchor „Freuet euch alle und singet mit Schalle“ von Johannes Sebastian Bach, begann der zweite Konzertteil. Zuvor brachte es der Präses des Chores, Pfarrer Alexander Hafner, in seiner Ansprache auf den Punkt, als er vom dritten Geschenk des Chores im Jubiläumsjahr sprach. Eine Konzertreise durch Europa, das die musikalischen Epochen beinhaltete, dargeboten mit einer Vielfalt von musikalischen Facetten, aber niemals die zentrale Thematik eines Kirchenchores verlierend, den Lobgesang. Dankend und fast demütig blickte Hafner auch auf die Gründerjahre zurück. Er erinnerte an die ehemaligen und verstorbenen Chormitglieder, deren Leistung die Basis für die heutige Chorarbeit bildet. Der Chorpräses wünscht  sich den Chor auch künftig als Mittelpunkt seiner Gemeinden, begleitet von viel Offenheit gegenüber dem Beschreiten neuer Wege. Passend zum Tag und Anlass das „Sine Nomine“ von Ralph Vaughan Williams mit seinen stetigen Halleluja-Rufen.

Die Renaissancezeit verkörperten in Folge die a-capella-Kompositionen „Sicut cervus“ von Giovanni Pierluigi da Palestrina und „Jubilate Deo“ von Orlando di Lasso. Schlicht und eindrücklich die Schönheit beider Werke mit hervorragender Präsentation der vier bereits erwähnten Gesangsolisten. Hochachtung vor dem Quartett, das gleich danach beim „When You Believe“ von Stephen Schwartz zusammen mit Chor und Orchester vorgetragen, schon wieder stimmlich präsent war. Der „Lobgesang Mariens“ war zum Ende des Konzertes beeindruckend und ausdrucksstark zu hören. Alan Wilson hat den Text in eine schwungvolle Musik verwandelt und den farbenreichen Orchestersatz hat kein Geringerer als Johannes Kohlmann selbst, eigens für dieses Konzert erstellt. Die Besucher dankten nach dem Schlussakkord nicht nur ihm für die grandiose Leistung des vorbildlichen Kunstgenusses, sondern auch allen Akteuren im großen Chorraum der Pfarrkirche. Emotional ergriffen wirkten Zuhörer  im weiten Rund des Gotteshauses. Auch sie stimmten unter Orchesterbegleitung mit „Großer Gott wir loben dich“ in den durchgängigen „Lob-Gesang“ des Festkonzertes ein. Wie schon beim Magnificat  stammte der Orchestersatz , ebenfalls vom Dielheimer Festdirigenten. Ein bewegender Moment bei dem die stehenden Ovationen kein Ende nehmen wollten. Beim anschließenden Empfang im Pfarrsaal gab es vom 1.Vorsitzenden Patrick Dorner für alle Akteure Präsente und herzliche Dankesworte. Allen voran galten diese besonders  dem Initiator Johannes Kohlmann. Bei einem gemeinsamen Imbiss durfte man auch gerne mit einem Glas Sekt auf die erfolgreiche Veranstaltung anstossen, die sicherlich als Jubiläumshöhepunkt in die Chronik des Vereins eingehen und im Herzen der Beteiligten noch lange nachklingen wird.
Intensive Probenarbeit war für diese Konzert notwendig… wir haben ein paar Minuten Mäuschen gespielt … die viel besagte „Kirchenmaus“ … 

Lob  das ist schon im Titel enthalten, bekamen die Sängerinnen und Sänger, als auch das Orchester, in Hülle und Fülle und das war sicher nicht übertrieben, sondern  vollkommen richtig für dieses grandiose Konzert! 

Fotos: HJJ 

Veröffentlicht am 25. Oktober 2018, 22:39
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