Fahrzeugübergabe im Rahmen des Oktoberfests FFw Malsch an die HvO

Fahrzeugübergabe im Rahmen des Oktoberfests FFw Malsch an die HvO 

Für die HvO Malsch erfüllte sich in Rekordzeit der Traum von einem neuen Einsatzfahrzeug – Fahrzeugeinweihung war als einer der Höhepunkte in das diesjährige Oktoberfest der Freiwilligen Feuerwehr Malsch mit eingebunden.

Klaus Heigel – die gute Seele der HvO Malsch

(rs) Getreu den geflügelten Worten „Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“ hat sich das vom Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Malsch einst ins Leben gerufene Oktoberfest längst zu einem Selbstläufer entwickelt. Alles stimmte an diesem von der güldenen Oktobersonne verwöhnten (Malscher) Münchner Volksfest en miniature. Auch das Programm konnte sich sehen lassen: Am Samstagabend die „2. Fire Night,“ am darauf folgenden Sonntagmorgen die feierliche Einweihung des neuen HvO-Rettungsfahrzeuges, zum Mittagessen den berühmten Feuerwehr-Spießbraten mit selbst gemachtem Kartoffelsalat und am Nachmittag spannende Schauübungen der Einsatzabteilung. Doch alles der Reihe nach: Zur „2. Fire Night“ konnten die Programmgestalter wieder die in der Gegend weithin bekannte Show – und Coverband  „Mama Lauda“ verpflichten.

Zugegeben: Am frühen Samstagabend hatten die Verantwortlich ob des nur spärlich eintreffenden Publikums etwas Bauchweh. Doch dieses löste sich alsbald  in Wohlgefallen auf, denn später war das Feuerwehrhaus proppenvoll. Die sechs Bandmitglieder von „Mama Lauda“ verstanden es vortrefflich, mit ihren duften Songs quer Beet eine Superstimmung in die geräumige Fahrzeughalle zu zaubern. Mit kleinen Snacks und Ausschank sorgten die aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Malsch, dass niemand der vielen Gästen Hunger oder gar Durst leiden musste.

Der darauf folgende Sonntagmorgen lockte viele Gäste aus nah und fern auf den festlich geschmückten Feuerwehrvorplatz. Wusste man doch, dass um 11.30 Uhr die Einweihung des neuen HvO-Fahrzeugs auf dem Programm stand. Und da funkelte es, das nagelneue Schmuckstück der Helfer vor Ort, in dem sich die goldene Herbstsonne widerspiegelte. Malschs Allgemeinmediziner und großer Gönner der Helfer vor Ort, Frank Cullik, war einer der ersten, die das neue Einsatzfahrzeug von Außen und Innen genauestens inspizierten. Ein Ford KUGA mit Allrad und Automatik und allen nur denkbaren Sicherheitseinrichtungen, Rundumkennleuchte mit Sondersignalanlage, BOS Analog Funk und vielen weiteren technischen Raffinessen.  Als der Mediziner Frank Cullik sagte, dass dieses neue Einsatzfahrzeug ein wahres Juwel für die HvO Malsch sei, erntete er von überall Zustimmung.  HvO-Vorsitzender Klaus Heigel eröffnete den Reigen der Einweihungsfeierlichkeiten. Herzliche Willkommensgrüße galten Bürgermeisterin Sibylle Würfel, DRK Kreisbereitschaftsführer und Landesbereitschaftsleiter B-W Jürgen Wiesbeck, dem HvO-Gründungsmitglied und „Erschaffer“ Bürgermeister a.D. Werner Knopf, Pfarrer Dr. Thomas Stolle sowie allen anwesenden Befürwortern und Spendern, welche die Anschaffung eines neuen Rettungsfahrzeuges ermöglichten.

Weil das alte Einsatzfahrzeug jedes Jahr Reparaturkosten von rund 4000 Euro verursachte, musste dringend Abhilfe geschaffen werden. Klaus Heigel weiter: „Wir starteten im März dieses Jahres intensive Spendenaufrufe für die Anschaffung eines neuen Rettungsfahrzeugs. Und was damals niemand ahnen konnte:  Im August hatten wir Dank großzügiger Spenden das Geld für die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges zusammen!“ Dann übergab Klaus Heigel nicht nur das Wort, sondern auch das neue Einsatzfahrzeug dem Bereitschaftsleiter des DRK Malsch, Heiko Schlarnhaufer.  Dieser streifte nochmals die unglaubliche kurze Zeitspanne des Spendenaufrufs bis zur Beschaffung des neuen Einsatzfahrzeuges. Dessen Neuanschaffung bezeichnete er als weiteren Meilenstein der seit vier Jahren bestehenden HvO Gruppe Malsch. Sein Dank galt der überwältigenden Spendenbereitschaft der Malscher Bürger, Firmen, Vereine und Banken.

Ein Dankeschön ging bei dieser Gelegenheit auch an die Bürgermeisterin, welche nach potenziellen Spendern suchte  – und auch fand. Nun habe man ein modernes Rettungsfahrzeug mit allem technischen Pipapo, welches sogar schon für den kommenden Digitalfunk gerüstet sei.  Worte des Lobes und der Anerkennung für die segensreiche Arbeit der Helfer vor Ort kamen auch aus dem Munde von Bürgermeisterin Sibylle Würfel. Ihr Dankeschön galt auch ihrem Amtsvorgänger Werner Knopf für dessen tatkräftiger Unterstützung bei der Gründung der HvO Malsch.  In dieselbe Kerbe hieb auch der DRK-Repräsentant Jürgen Wiesbeck. Dieser freute sich insbesondere darüber, dass das HvO-System in Malsch so gut und vorbildlich funktioniere. Den kirchlichen Segen  für das neue Rettungsfahrzeug und für die HvO-Angehörigen spendete Pfarrer Dr. Thomas Stolle. Er erinnerte daran, dass bei den Rettungseinsätzen schon viele Notärzte und Sanitäter für ihre Mitmenschen ihr Leben lassen mussten. Um so mehr sei die Arbeit der HvO-Malsch zu loben und sehr hoch zu schätzen. Bei der anschließenden Segnung des neuen Einsatzfahrzeuges fungierte Bürgermeisterin Sibylle  insofern als Messdienerin, als sie das Weihwasserfass trug…..   Dann hieß es   für die vielen Festbesucher bei echt bayerischen Spezialitäten „Guten Appetit!“ Nicht zu vergessen auch das Oktoberfestbier, bei dem das Maß weniger als die Hälfte dessen wie auf dem Münchner Oktoberfest  kostete. Petra Gerschütz-Sobolewski als Vorsitzende des Fördervereins der Malscher Wehr und die Verantwortlichen des Fördervereins samt den netten Bedienungen in ihren feschen Dirndln hatten bis zum Abend alle Hände voll zu tun.  

Die Malscher, aber auch viele Auswärtige, bekundeten ihr Verbundenheit mit der Malscher Wehr  mit einem überaus guten und nicht abreißenden Besucheransturm.  Selbst an die kleinen Festbesucher hatten die Verantwortlichen gedacht. Diese vergnügten sich stundenlang in einer großen Hüpfburg, derweil sich die Papas Weißwürste mit Brezel, Obazda oder den berühmten Feuerwehr-Spießbraten mit Kartoffelsalat sowie einer (oder auch zwei?) Maß munden ließen. Am Nachmittag gab es dann noch Kaffee und selbst gebackenen Kuchen, während die Jugendfeuerwehr köstliches Eis feilbot. Bei den Schauübungen der Einsatzabteilung war unter anderem auch die Löschung eines Fahrzeugbrandes – wegen des starken Windes allerdings ohne echtes Feuer – zu sehen. Kommandant Michael Würth kommentierte die Übungen per Mikrophon. Für die Zuschauer sehr interessant war  das IFEX-Impulslöschverfahren, welches unter anderem bei Fahrzeug – und Tunnelbränden eingesetzt wird.  Wie der Kommandant sagte, wird dabei das Löschmittel (Wasser) in Bruchteilen von Sekunden mit sehr hoher Geschwindigkeit ausgestoßen und zu kleinsten Tröpfchen vernebelt, die dann den Brandherd sehr effektiv kühlen und damit das Feuer bekämpfen. Und was ist noch  erwähnenswert? Ach ja, Schreinermeister Ferdinand Bender aus Östringen, dessen Sohn aktiver Feuerwehrkamerad bei der Malscher Wehr ist, überreichte der FFW Malsch als Spende einen Satz Freizeitbekleidung mit Beschriftung sowie zwei akkubetriebene Geräte für den Dienst am Nächsten.

Am Abend gab es bei den Verantwortlichen und Programmgestaltern überall nur zufriedene Gesichter.
Dank der zahlreichen Helfer und des fantastischen Wetters verlief das diesjährige Oktoberfest der Malscher Wehr wie an dem berühmten Schnürchen. Und so sollte es auch sein!

Fotos: Hans Joachim Janik    kraichgau-lokal.de

Veröffentlicht am 26. Oktober 2018, 11:13
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