Einwohner-Versammlung der Gemeinde Dielheim

Einwohner-Versammlung der Gemeinde Dielheim

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(hjj) „Einwohner“-Versammlung – nicht mehr Bürgerversammlung – so wurde diese Veranstaltung genannt, die leider wieder nur sehr schwach besucht war. Ich konnte jedoch Interessierte aus dem Haupt- und allen Teilorten wahrnehmen, gemessen an der Einwohnerzahl sind aber weniger als 100 Besucher verschwindend gering. Pünktlich um 19.00 Uhr eröffnete BM Hans-Dieter Weis, in Begleitung der Resortleiter der Gemeindeverwaltung, den Informations- und Diskussionsabend in der Kulturhalle in Dielheim. Interessante Tagesordnungspunkte versprachen ausgiebigen Gesprächsstoff!

Maßnahmen zum Aus und Umbau der Leimbachtalschule im Zuge der Erweiterung zur Gemeinschaftsschule wurden ausgiebig erörtert, da einige Fragen zum „Ablauf des Unterrichts während der Bauphase“ auf den Nägeln brannte. Ebenso war die „Neuordnung der Wasserversorgung“ ein interessantes Thema, da sich hieraus einige Änderungen, meist zum Vorteil der Einwohner, ergeben werden. Natürlich sind beide Tagesordnungspunkte mit erheblichem finanziellen Aufwand verbunden. Zum Punkt 3 – Gemeindejubiläum wird des öfteren noch „sichtbar“ und „spürbar“ auftauchen. Es werden umfangreiche, organisatorische Arbeiten anfallen. 

Hier ein Auszug, mit einigen zahlenmäßigen Details, aus dem Protokoll der Versammlung!

Bauamtsleiter Laier erläuterte zunächst die geplante Sanierung und Erweiterung der Leimbachtalschule. Es wird Barrierefreiheit hergestellt und es entstehen mit 578 m² 2 große und 8 neue Intensivräume. Damit werden die geeigneten Voraussetzungen für die Gemeinschaftsschule geschaffen.
Die reinen Baukosten liegen bei 7,5 Mio €.

Für die Bauzeit wird die Schule in Containern auf dem Festplatz untergebracht; Fachräume können evtl. in Malsch genutzt werden.

Insgesamt werden mit Kosten von 10 Mio € gerechnet.

Ein weiteres Thema war die Neukonzeption der Wasserversorgung. Der derzeitige Zustand der Hochbehälter macht eine Sanierung nicht mehr sinnvoll, so dass in Absprache mit der Wasserbehörde und dem Regierungspräsidium der Neubau eines Wasserhochbehälters geplant wird. Dieser wird mit Bodenseewasser versorgt; hierzu wird eine Verbindungsleitung von Hoffenheim zum Hollerbrunnen Balzfeld gelegt.

Landgasthof zum Löwen in Dielheim

Die andere Alternative, Versorgung von den Stadtwerken Wiesloch, wurde aus Wirtschaftlichkeitsgründen verworfen.

Jährlich wird die Gemeinde Dielheim 205.000 cbm Wasser vom Bodensee beziehen. Künftig werden alle Haushalte aus dem Hochbehälter versorgt und nicht wie bisher, teilweise direkt aus dem Ortsnetz. Die beiden Brunnen in Balzfeld werden stillgelegt, das Wasser vom Tiefbrunnen Dielheim wird zum Hochbehälter gepumpt und dort mit dem Bodenseewasser gemischt. Die vorhandenen Förderleitungen werden verwendet.

Positiv begrüßte Bürgermeister Hans-Dieter Weis die geringere Härte des Bodenseewassers, was sicherlich in allen Haushalten begrüßt würde.

Hauptamtsleiter Heinisch berichtete, was für das Gemeindejubiläum 1250 Jahre Dielheim im nächsten Jahr geplant ist. Zur Vorbereitung der Veranstaltungen hat sich ein Arbeitskreis gebildet.

Erstmals seit Jahren wird wieder ein Lumpenball in der Kulturhalle stattfinden. Danach ist im März ein Festbankett geplant.

Ende April wird auf dem Festplatz ein Festzelt aufgestellt, hier findet ein Konzertabend einheimischer Bands, ein Dorfabend, gestaltet von Dielheimer Vereinen sowie eine SWR3-Elch-Party statt.

Im Juli findet auf dem Dorfplatz ein historischer Handwerkermarkt statt.

Im September findet in der Woche  vor der Kerwe erstmals eine Dielheimer Musikwoche mit mehreren kleinen Konzerten und Vorträgen statt, bevor im Oktober Chako Habekost mit seinem Gastspiel in der Kulturhalle das Jubiläumsjahr abschließt.

Zum Jubiläumsjahr fand ein Logo-Wettbewerb statt. Das Logo ziert T-Shirts, Tassen usw. Muster konnten gleich in der Kulturhalle begutachtet werden.

Zum Thema Bürgerbus erläuterte Heinisch, dass geplant sei, ein mit ehrenamtlichen Fahrern besetzten Bus für Fahrten zum Friedhof, Arzt oder Einkaufsmarkt einzusetzen. Eine Kooperation mit der Sozialstation zur Nutzung der dort vorhandenen Fahrzeuge ist hier angedacht. Wichtig sei, dass die Beförderung kostenlos ist.

Das letzte Thema der Tagesordnung war Ordnungsamtsleiter Bender vorbehalten, der die Lärmkartierung und die damit verbundenen Maßnahmen vorstellte. Vorgesehen ist, zur Lärmminderung in der Wieslocher, Horrenberger und Hauptstraße Tempo 30 auszuweisen. Er appellierte aber auch an die Einwohnerinnen und Einwohner, auch mal das Auto stehen zu lassen und insbesondere die Geschwindigkeitsbeschränkungen zu beachten.

Unter dem Punkt „Verschiedenes“ wurden die Flüchtlingssituation in Dielheim, der geplante Autobahnausbau und die geplanten Sanierungsmaßnahmen der Friedhofshalle Dielheim angesprochen.IMG_6543

Bürgermeister Weis bedankte sich zum Abschluss für die angeregte Diskussion und die Wortbeiträge.

Text und Fotos: Hans-Joachim Janik

 

Veröffentlicht am 28. Oktober 2016, 13:23
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