Dielheimer Gemeinde & Ortschaftsrat besuchten die Bodensee-Wasserversorgung

Dielheimer Gemeinde & Ortschaftsrat besuchten die Bodensee-Wasserversorgung
183. Kunde – Gemeinde Dielheim – war eingeladen die Zentrale zu besichtigen

(hjj) Vergangenen Samstagmorgen brach eine Delegation der Gemeinde, bestehend aus Bürgermeister, Gemeinde und Ortschaftsräten auf, um die Zentrale der Bodensee-Wasserversorgung auf dem „Sipplinger Berg“ zu besuchen und zu besichtigen! Dieser Besuch basiert auf einer Einladung, die bei der Einweihung des neuen Hochbehälters, durch die BWV ausgesprochen wurde. Nun war es dann auch am Samstag soweit, dieser Einladung zu folgen. 

Nach zweieinhalb Stunden Fahrzeit erreichte die Delegation Radolfzell, das zu Füßen des Sipplinger Bergs liegt! 
Nun wird die Frage auftauchen, ein Wasserwerk hoch oben auf einem Berg, in knapp 800 Meter Höhe, wie paradox ist das denn? Überhaupt nicht, man hatte sich dabei schon etwas gedacht! Den Höhenunterschied nutzt man ohne weitere Energie aufzuwenden, um das kostbare Nass bis in unsere Region gelangen zu lassen! Die Basis-Entnahmestelle liegt in 60 Metern Tiefe im „Untersee“. Von da aus wird das Wasser knapp 400 Meter zur „Bearbeitung“ auf den Berg gepumpt. Dabei wird eine große Energiemenge benötigt, die aber auf dem Weg durch die Rohre durch Turbinen wieder etwas zurückgewonnen werden kann.


Begrüßt durch den Kaufmännischen Geschäftsführer Dipl.-Kfm. Michael Stäbler, geführt durch Maria Quignon, Leiterin Stabsabteilung Unternehmenskommunikation, erhielt man detailliert die wichtigsten Informationen auf unkomplizierte Art und Weise vermittelt. Besten Dank dafür an dieser Stelle. 

Zunächst waren 13 Kommunen die Gründer der Bodensee-Wasserversorgung. Darunter die Landeshauptstadt Stuttgart, deren Oberbürgermeister jeweils die Vorsitzenden dieser Gesellschaft waren.
Bekanntlich ist das Trinkwasser das bestüberwachteste Lebensmittel, zumindest in Deutschland. Diese Überwachungs und „Aufbereitung“ wurde den Gästen dieses Besuches objektiv und anschaulich erklärt. Beindruckend was hier für die Trinkwasserversorgung getan wird. Unbedenklich kann dieses Wasser, direkt aus dem Wasserhahn kommend, genossen werden.
Wir haben dazu einige Grafiken und Fotos, wie oben zu sehen, in diesen Bericht eingebunden. Ebenso eine „Pressemitteilung der Bodensee-Wasserversorgung!“

Der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung

Über 130 Millionen Kubikmeter reinstes Trinkwasser fließen heute jährlich durch ein 1.700 km langes Leitungsnetz vom Bodensee bis hinauf zum Odenwald. Die 183 Mitglieder des Zweckverbandes, das sind Städte, Gemeinden und andere Wasserversorgung-Zweckverbände, beliefern 320 Kommunen mit etwa vier Millionen Einwohnern mit Trinkwasser aus dem Bodensee – sicher und zuverlässig, bei Tag und Nacht, und dies seit 60 Jahren.

Am 25. Oktober 1954 gründeten 13 Städte und Gemeinden den Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung, um den großen Wassermangel in weiten Teilen Baden-Württembergs für immer zu beseitigen. Der Zweckverband als kommunale Rechtsform war und ist die Grundlage für eine solidarische Aufteilung der Rechte und Pflichten der Mitglieder und eine demokratische Struktur des Unternehmens.

Nach dem Solidaritätsprinzip zahlen alle Mitglieder den gleichen Wasserpreis, die sogenannte Umlage. Diese deckt die im Unternehmen entstehenden Kosten.

Die Entnahme- Wasser aus 60 Meter Tiefe Die Bodensee-Wasserversorgung entnimmt das Rohwasser aus 60 Meter Tiefe im Überlinger See. Dort ist das Wasser rein, klar und gut gegen Einflüsse von der Oberfläche geschützt. Mit einer konstanten Temperatur von fünf Grad Celsius ist es ganzjährig kühl. Die Pumpen im Seepumpwerk können bis zu 9.000 Liter Wasser pro Sekunde zu der 310 Meter höher gelegene Aufbereitungsanlage auf dem Sipplinger Berg fördern.

Die Aufbereitung – vom Rohwasser zum Trinkwasser
Bodenseewasser entspricht in chemisch-physikalischer Hinsicht bereits den strengen Vorgaben der dt. Trinkwasserverordnung. Daher reicht eine naturnahe Aufbereitung, durch welche Mikroorganismen und Schwebstoffe entfernt werden:

  • Mikrosiebe mit einer Maschenweite von 15 Mikrometern entfernen kleinste Algen und Schwebstoffe.
  • Hochaktiver Sauerstoff (Ozon) entkeimt das Wasser.
  • Sandschnellfilter befreien es vollständig von Trübstoffen.

Die Wasserverteilung – Lebensadern aus Stahl und Beton

Um den Kommunen in Baden-Württemberg zuverlässig Trinkwasser zu liefern, betreibt die Bodensee-Wasserversorgung ein Leitungsnetz von über 1700 Kilometer Länge.

Die Hauptleitung 1 brachte 1958 zum ersten Mal Trinkwasser vom Bodensee in den Mittleren Neckarraum.

1971 war der Bau der Hauptleitung 2 mit ihrem Kernstück, dem Albstollen, beendet. Der Albstollen unterquert die Schwäbische Alb auf einer Länge von 24 Kilometern. Bis zu 3 600 Liter pro Sekunde können energiesparend im natürlichen Gefälle bis nach Mosbach im südlichen Odenwald transportiert werden.

Im Versorgungsgebiet stellen 29 Wasserbehälter mit einem Gesamtinhalt von nahezu 500.000 Kubikmetern sicher, dass jederzeit ausreichend Trinkwasser zur Verfügung steht.
Laufende Kontrollen für bestes Trinkwasser
Der Anspruch, jederzeit einwandfreies Trinkwasser zu liefern, bedingt eine umfassende und lückenlose Kontrolle des Wassers, von der Entnahme bis zur Übergabe an die Verbandsgemeinden. Die Analysewerte des Trinkwassers aus dem Bodensee liegen deutlich unter den strengen Grenzwerten der deutschen Trinkwasserverordnung. Grund hierfür sind eine sehr guten Rohwasserqualität, eine wirkungsvolle Aufbereitung und vielfältige Maßnahmen zur Qualitätssicherung. Ständig werden in den Förder- und Aufbereitungsanlagen und im gesamten Verteilsystem der Bodensee-Wasserversorgung Wasserproben entnommen und im Qualitätssicherungs- und Forschungslabor untersucht. Pro Jahr werden etwa 25.000 Proben analysiert und dokumentiert.
Besichtigungen im Wasserwerk Sipplinger Berg

Bei einer Führung durch Deutschlands größtes Wasserwerk auf dem Sipplinger Berg erfahren Sie, wie das Wasser vom See bis zum Wasserhahn kommt.

Termine und Anmeldung unter www.bodensee-wasserversorgung.de > Besichtigungen

Zusätzliche Informationen zu Dielheim
Die Gemeinde Dielheim wurde anlässlich der 72. Verbandsversammlung am 08.11.2016 in Leonberg in den Zweckverband aufgenommen, die Mitgliedschaft zählt ab dem 01.01.2017.

Dielheim hat eine Beteiligungsquote von 10 Litern pro Sekunde gezeichnet.
Die offizielle Inbetriebnahme des Anschlusses fand am 16.08.2018 statt.

Gerne kann man einen Termin vereinbaren, um sich selbst von der Qualität der Trinkwasser-Aufbereitung zu überzeugen!

Text & Fotos: Hans Joachim Janik

Veröffentlicht am 21. Mai 2019, 13:11
Kurz URL: http://kraichgau-lokal.de/?p=282587 

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