Agatha-Fest und „Sparschweinessen“ in Dielheim

Agatha-Fest und „Sparschweinessen“ in Dielheim

Am vergangenen Sonntag feierten die Dielheimer Katholiken ihr Agathafest, zu Ehren der Heiligen Agatha, der 2. Schutzpatronin der Pfarrei.  Den festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche „St. Cyriak“ zelebrierten Pfarrer Heribert Leider zusammen mit Diakon Michael Barth-Rabbel, der am 1. Februar seinen Dienst in der Seelsorgeeinheit Wiesloch-Dielheim angetreten hat und ab sofort das Seelsorgeteam ergänzen wird.

Wer war nun diese Agatha, welcher in Dielheim eine solch große Verehrung zu teil wird? Dieser Frage gingen im Gottesdienstverlauf die Kinder und die jugendlichen Kirchenbesucher zusammen mit Beate Ringel und Alenka Sautner vom Liturgieausschuss auf den Grund. Die Legende berichtet über Agatha, einer Sizilianerin, die sich als sehr schöne Christin glaubensstark  allen Anfeindungen entgegensetzte und dafür ihr Leben geben musste. Als nach ihrem Tod wieder einmal der „Ätna“, nahe ihrer Heimatstadt Catania, die Lavamassen ausspuckte, liefen die Menschen mit Agathas Schleier dem Feuerstrom entgegen und brachten ihn zum Stillstand. Seit dieser Zeit gilt sie als Schutzheilige gegen Feuersgefahren. Als der Ort Dielheim in den Jahren 1632 bis 1715 gleich von 5 Brandkatastrophen heimgesucht und fast vollständig vernichtet wurde, erinnerte man sich der Schutzheiligen im fernen Catania. Zum Schutz vor künftigen Gefahren gelobte man, auf Zeit und Ewigkeit, am 5. Februar, dem Namenstag der Heiligen, eine heilige Messe mit Fürbitten nebst  Prozession abzuhalten.

So durften die Gläubigen am ersten Februarsonntag eine eindrucksvolle Erneuerung dieses Versprechens miterleben. Die Erstkommunikanten gestalteten mit ihrer Begleiterin Andrea Hertle die Fürbitten und die „Floriansjünger “ der freiwilligen Feuerwehr Dielheim begleiteten mit der Agatha-Statue die Prozession um die Kirche. Ein Zeichen der besonderen Verehrung, auch ihrer Schutzpatronin. Mit würdigem und eindrucksvollem Gesang unter der Stabführung von Johannes Kohlmann, umrahmte der Kath. Kirchenchor das sehr emotional verlaufene Patrozinium. 

Der weltliche Teil dieses Festtages fand danach im benachbarten Pfarrsaal beim „Sparschweinessen“ seine Fortsetzung. Ein Schlachtfest mit Hausmacher Wurst und Wellfleisch zog viele  Gäste ins Gemeindezentrum, wo auch  eine große Kaffeetafel  zum längeren Verweilen einlud. Der Saal war jedenfalls proppenvoll und auch die „Sparschweine“ die zur freiwilligen Verzehrspende bereitstanden füllten sich nach und nach mit „Barem“, das ausschließlich für Projekte in „St. Cyriak“ verwendet wird.

Text & Fotos: Paul Körner & HJJ

Veröffentlicht am 5. Februar 2019, 08:27
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